Aktuelles von Sattler & Eichinger

Blick in die Zukunft der Daten bei den Wiener Vorlesungen

Autor: Luis Huber, Sattler & Eichinger, am 08.03.2019

 

Von der Vermessung der Welt bis zu ihrer digitalen Kopie: Stefan Thurner, österreichischer Wissenschaftler des Jahres 2017, widmet sich den vielfältigen Einsatzbereichen von Big Data. Im Rahmen der Wiener Vorlesungen schlägt der Komplexitätsforscher auch kritische Töne an und warnt vor einer selbstverschuldeten Unmündigkeit durch den Verlust der Privatsphäre. Luis Huber von Sattler & Eichinger war für Sie dabei.

 

„Big Data und die Folgen“

Für die Startveranstaltung des 31. Jahres der Wiener Vorlesungen am 21. Februar 2019 wurden keine Mühen gescheut. Moderiert von Sonja Kato-Mailath-Pokorny, hat der Abend in der Ankerbrotfabrik vieles zu bieten. Der Superar Chor – gegründet vom Wiener Konzerthaus, der Caritas und den Wiener Sängerknaben – sorgt für die passende musikalische Unterhaltung. SPÖ-Stadtrat Peter Hanke eröffnet die Veranstaltung mit dem ambitionierten Ziel der Stadt Wien, diese zur „Digitalisierungshauptstadt“ zu machen. Er berichtet als Stadtrat für Digitalisierung, Wirtschaft und Finanzen daher stolz von Projekten wie zum Beispiel der Aktion „Digi-Winner“: Diese Kooperation der Stadt Wien, der AK Wien und des Wiener ArbeitnehmerInnen Förderungsfonds (waff) bietet allen AK-Mitgliedern Förderungen zur Weiterbildung im Bereich Digitalisierung an. Dafür stellen die Stadt Wien und die Arbeiterkammer dieses Jahr 5 Millionen Euro bereit.

 

Wie „big“ ist Big Data?

Höhepunkt des Abends ist ein spannender Vortrag von Mag. DDr. Stefan Thurner, Komplexitätsforscher der Medizinischen Uni Wien und Wissenschaftler des Jahres 2017. Er zeigt in seiner Rede, wozu Daten heutzutage genutzt werden können, worauf wir uns freuen können und auch worauf wir achten sollten.

Ab wann sind Daten groß? Welche Datenmenge ist Big Data? Wir haben mittlerweile überall Sensoren, die unsere Bewegungen aufzeichnen. Unser Handy misst unsere Schritte, unsere Uhr unseren Puls und „jedes Auto hat acht SIM-Karten“, wie Stefan Thurner sagt. Durch das ständige Aufzeichnen unseres Verhaltens und unserer Umwelt bauen wir eine riesige „Kopiermaschine“, so der gebürtige Tiroler. Wir machen also eine digitale Kopie unserer Welt und das ist „groß“.

 

Wundermittel „Daten“

Stefan Thurner präsentiert in seiner Rede Beispiele für die Beeinflussung unseres Lebens durch diese digitale Kopie und spricht vom Beginn eines neuen Zeitalters. Von der Medizin über das Finanzsystem bis hin zur Politik, die Einsatzgebiete und Möglichkeiten von Big Data scheinen grenzenlos zu sein: Daten helfen uns bei so unterschiedlichen Herausforderungen wie der Prognose von Krankheitsverläufen, der Schaffung von Transparenz in der Politik oder der Vorhersage der nächsten Finanzkrise. Sie ermöglichen es uns, Ereignisse realistisch zu simulieren und so unsere Zukunft planbarer zu machen.

 

Utopie vs. Dystopie

Thurner erklärt die Wichtigkeit von Regeln, denn wenn neue Technologien angewendet werden, muss man ein Regelwerk dafür schaffen, das eine verantwortungsvolle Nutzung gewährleistet. Es wäre „naiv und krankhaft optimistisch“, so Thurner, wenn man nur die positiven Aspekte von Big Data bedenken würde. Langfristig gibt es eindeutige Zeichen dafür, dass wir am Weg in eine positive Richtung sind aber auch mit möglichen Unsicherheiten konfrontiert werden können. Er schließt seine Rede mit der eindrucksvollen Mahnung, dass die potenzielle Gefahr von Big Data so real ist, „dass sie klarer ist als der Klimawandel – der sehr klar ist“.

 

Unser Zugang zu Big Data

Der verantwortungsvolle Umgang mit Daten ist für uns bei Sattler & Eichinger eine Selbstverständlichkeit. Von unserer hochsicheren technischen Infrastruktur bis hin zur Aus- und laufenden Weiterbildung sowie Sensibilisierung unserer Mitarbeiter in Fragen der Datensicherheit und -ethik überlassen wir nichts dem Zufall. Denn nur so ist gewährleistet, dass wir Ihnen auch in Zukunft helfen können, näher bei Ihren Kunden zu sein – über datenbasierte Insights.

 

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